Mit  den Flugplänen der Airlines fängt alles an. Bevor Sie jetzt mühsam bei jeder Fluggeselschaft nachgucken, wer, wann, wo fliegt, schauen Sie besser hier rein:

Flugpläne Sommer 2017


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Flugpläne 2017
3 Flugseiten - Flugpläne_aus Fibel 2017.
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Flugpläne Winter 2016/Frühling 2017




Sie finden auf diesen Seiten alles zum Thema Fliegen nach Irland.

(Unsere beliebte Flugpreis-Vergleichs- und Buchungsplattform gibt es leider nicht mehr – die Firma war zu preiswert und ging konkurs.


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AGB's Aer Lingus
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AGB's Ryanair
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An welchen Tag ging nochmal der Flieger von Düsseldorf nach Dublin? Oder der von München nach Cork?

Das Zusammenstellen aller dezeitig bekannten Flugrouten / Flugpläne nach Irland haben wir Ihnen hiermit oben schon abgenommen. Denn man kann ja nur in Erwägung ziehen, was man auch kennt

Wann fliegst sichs am Besten oder günstigstem? Das ist beim Fliegen nicht leicht zu sagen. Aber zum besten Reisezeitpunkt hätten wir ein paar Hinweise und Ideen.

Bevor Sie online buchen ...
Wir beraten Sie in allen anderen Irlandfragen, buchen Ihr Ferienhaus oder viele andere Zusatzleistungen, vor allem aber helfen wir Ihnen bei Problemen und Reklamationen, wenn es nötig ist.

Was kostet was? - Die Bedingungen der Fluggesellschaften
Ihr Gepäck, die Golfausrüstung, die Stornogebühren – und was es sonst noch alles gibt, das ins Geld geht...
An einer neuen Übersicht arbeiten wir gerade...

Inneririsch weiterfliegen?
Tun Sie es besser nicht.
Die Gründe:
1) Oft stimmen die Anschlusszeiten nicht.
2) Dieser Flug muß meist separat vom anderen Ticdket gebucht werden. Die zweite Airline interessiert das überhaupt nicht, ob Sie a) zu spät kommen

3) Das Gepäck kann meist nicht durchgecheckt werden.

4) Mit dem Auto sind Sie meist schneller am eigentlichen Ziel Ihrer Reise


Gute Fahrt!

Beispiel: Ein Wochenende in Dublin – So oder so?
Weshalb es manchmal günstiger ist, 30 oder 50 Euro mehr für den Flug auszugeben.



Es war einmal...

.... - da gab es in unseren Flug-Unterlagen nach Irland eine einzige Preistabelle. Die war von der damals staatlichen Fluggesellschaft Aer Lingus und deren Preise waren teuer. Ein sogenannter APEX (Advanced Purchase Excursion Tarif) von Düsseldorf nach Dublin z.B. kostete im Jahr 1989 noch 620 DM, also ungefähr 317,- Euro. Solche Tarife waren regelrecht amtlich festgelegt, zuletzt mußten sie immerhin noch dem Verkehrsministerium gemeldet werden.

Mehrere Zwischenstadien lassen wir jetzt aus (in denen wir Lufthansa und British Airways entdeckten, dann auch schon mal eine der ganz wenigen deutschen Agenten für Ryanair waren, mit einem eigenen Ticketvorrat z.B. …)

Was können wir Ihnen heute anbieten?
“Billigflieger“ – wirklich?

Klar, Fliegen ist preiswerter als damals. Nur nicht automatisch und garantiert. Ist das schon alles? Leider nein. Es ist auch viel unübersichtlicher geworden. Vor allem, wenn Sie an einem gemütlichen Winternachmittag in trauter Runde zu Hause zusammensitzen und für Ihre ganze Familie kalkulieren möchten, wie teuer denn der Hin- und Rückflug am 1. und 25.8. wird. Früher schauten Sie einfach in unserem Tarifdschungelbuch oder irland journal nach – und dann gab’s ja nur den halbteuren und den ganz teuren Tarif – aber man hatte einen Anhaltswert. Bei Aer Lingus gab’s als Abflugorte eh nur Düsseldorf und Frankfurt.

Erste Schwierigkeit: man mag ja halbwegs auf dem Laufenden sein, von wo die Flieger von Aer Lingus nach Dublin starten, aber wußten Sie wirklich, daß man Hannover als Anflugort schon wieder gestrichen hat? Daß es im langen Sommer 2015 ab Hamburg grundsätzlich nur um ca. 6,50h Uhr, also morgens ekelig früh zurückgeht? Wenn Sie um fünf am Flughafen sein müssen, wann verlassen Sie dann Ihre Unterkunft?
Sie wissen aber, dass Sie statt nach Hamburg auch nach Düsseldorf oder Berlin zurückfliegen können? Oder nach Bremen, dann halt mit Ryanair?

Wo überall sonst noch fliegt heute ein Hybrid Carrier?
Total neu – und nicht jeder kriegt so etwas immer sofort mit…. Und dann sucht man auch gar nicht danach!

Auch bei der zweiten Schwierigkeit helfen wir gerne: herauszufinden, was es denn kosten könnte. Alle sogenannten Hybrid Carrier mögen sich in der Werbung, Darstellung etc. unterscheiden – in zwei, drei Dingen sind sie alle gleich: sie müssen genügend Passagiere finden, damit sich der Flugbetrieb rechnet.

Was heißt das? Airlines gehen von einem durchschnittlichen Ticketerlös von rund 60-80 Euro pro Strecke aus. Macht hin und zurück also rund 120 bis 160 Euro – zuzüglich Flughafengebühren, manchmal bis zu 80 Euro (oder noch mehr). Summa Summarum also 200 Euro pro Person (Das ist damit klar preiswerter als in früheren Jahren). Wenn diese 200/240 Euro aber „durchschnittlicher Ticketerlös“ bedeuten, heißt das, es gibt Leute, die kriegen denselben Flug für weniger. Für jeden, der 50 Euro weniger bezahlt, muß es aber jemanden geben, der 50 Euro mehr bezahlt – sonst käme ja nie der Durchschnittserlös zusammen. Und so funktioniert das halt nicht nur bei den „Hybrid Carriern“, das ist auch längst bei Aer Lingus so: an manchen Tagen und/oder zu unangenehmen Uhrzeiten (spät hin, früh zurück) kann es richtig günstig sein, zu anderen Zeiten und am anderen Tag bezahlen Sie das Doppelte und Dreifache.
Deshalb finden Sie heute nur noch sehr selten wirkliche Flugschnäppchen wie sie Ryanair zu Beginn der Billigfliegerei auf den Markt warf..

Gehen Sie von einem durchschnittlichen 2015er Sommerflugpreis von 180 Euro (billig) bis zu 250/280 Euro (normal) aus.
Wenn das aber Ihr Preis im Internet ist, sind Sie nahe dran an den speziellen Veranstaltertarifen, zu denen wir Lufthansa (nicht Germanwings!) und Aer Lingus buchen können. Wenn Sie weitere Leistungen dazu haben möchten, und ohne dass Sie den kompletten Flugpreis im Januar schon bezahlen müssen..

Früher konnten wir Flüge nur im Reisebüro-Reservierungssystem (START) Amadeus buchen. Das leistet uns auch noch heute wertvolle Dienste, weil es uns jeden letzten Platz auf der Maschine anzeigen kann. Oft wissen wir dann schon mit einem Blick: es besteht kein Grund zur Eile – und Sie als Kunde haben noch Zeit zu planen. Oder wir sehen: der späte Nachmittagsrückflug ist bereits ziemlich voll; hier sollten Sie sich schnell entscheiden. Und mit ein oder zwei Knopfdrücken ist der gewünschte Flug dann auch schon gebucht. Nachteil: nur die „klassischen“ Linienflug-Gesellschaften wie Aer Lingus oder Lufthansa sind bei Amadeus vertreten – die meisten Hybrid Carrier kann auch ein Reisebüro nur im Internet buchen. Und dann heißt: entscheiden, buchen, bezahlen – sofort.

Frühmorgens oder spätabends?

Wenn der Flug ganz früh geht, müssen Sie auch entsprechend früh aus den Federn.
Wenn der ganz spät geht (nehmen Sie beispielsweise 50% aller Aer Lingus-Flüge; das sind dann meist auch die preiswerteren), dann haben Sie in Irland das fast identische Problem: nachts (bei Ankunft gegen 20-22 Uhr) wirklich noch nach Dingle oder Donegal? Auch hier verliert man gerne einen Tag – oder gewinnt neue Erfahrungen, wenn man sich auf ein unbekanntes, vielleicht aber vorgebuchtes B&B einlässt…Aber: in die Zeitberechnung muss man es fairerweise mit einbeziehen.

Beispiel gefällig? Wenn Sie im Hunsrück wohnen, vielleicht nur wenige Kilometer vom Flughafen Hahn entfernt, und wenn Ihr Ferienhaus nicht allzu weit im Westen der Dingle-Halbinsel liegt – dann sind Sie tatsächlich nur wenig mehr als die viel beworbenen 2 Flugstunden von Ihrem Ziel entfernt: kurz nach 9 Uhr mit dem Taxi zuhause los, halb zehn einchecken, 10:40 Uhr Abflug, 11:40 Ortszeit Ankunft, Gepäck einsammeln und Mietwagen übernehmen bis kurz nach zwölf (Kerry Airport ist sehr übersichtlich, die Mietwagen stehen quasi vor der Tür…), da ist man um eins in Dingle – also 5 Stunden von Haustür zu Haustür.

Ganz anders sieht es aus, wenn die Flugkoordinaten nicht ganz so günstig sind. Nehmen wir mal an, Sie wohnen auf dem platten Land, in der Nähe von Sundern im Sauerland und haben ein Ferienhaus in der Nähe von Letterkenny gemietet. Dann sieht Ihre Zeitbilanz folgendermaßen aus:
07:00 Uhr zuhause los (von netten Leuten nach Düsseldorf zum Flughafen gebracht – mit öffentlichen Verkehrsmitteln müsste man nämlich um kurz nach 05:00 los und mindestens 3 mal umsteigen, das eigene Auto soll aber auch keine zwei Wochen am Flughafen stehen), 09:30 einchecken,
10:50 Abflug, 11:40 Ortszeit Ankunft in Dublin. Koffer vom Band holen, in die Schlange am Mietwagenschalter stellen, mit Shuttlebus zum Parkplatz fahren (Dublin Airport ist halt deutlich größer als Kerry) und Mietwagen übernehmen: 13:00 Uhr.
Fahrzeit nach Letterkenny für Linksverkehr-Unerfahrene und Nicht-Ortskundige: 4-5 Stunden, Ankunft also so gegen 18:00 Uhr. Damit sind Sie 12 Stunden unterwegs – deutlich mehr als nur 2 Flugstunden!

PS.: Noch ein kleines Argument für das Nachdenken über das eigene Auto: während Sie für den Mietwagen im Zielland bezahlen, steht Ihr Wagen zu Hause unbenutzt in der Garage. Nicht nur die Garagenmiete, auch die Steuern und die Versicherung für’s Auto laufen weiter – ohne dass Sie das Fahrzeug auch nur anrühren. Es ist ein bisschen so, als ob Sie sich für viel Geld einen roten Anzug für die Feier kaufen, obwohl sie einen grünen im Schrank hängen haben…

Fazit:


Wo sonst noch in Deutschland können Sie mit einem einzigen Anruf die Verfügbarkeit sowie den aktuellen (Tages-)Preis überprüfen?
Bei uns: 02841-930 111.
So einfach ist das. So gut.

Ihr Team von
Gaeltacht Irland Reisen in Moers

 

PPS;: Ne - noch nicht Schluß - wir haben noch was für Euch:

 

Ein Wochenende in Dublin – So oder so?


Szenario 1 und 2. Weshalb es manchmal günstiger ist, 30 oder 50 Euro mehr für den Flug auszugeben…


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Vielleicht gibt es den einen oder anderen besonderen Anlass (Geburtstag, Hochzeitstag...). Oder Sie wollen einfach mal ausprobieren, wovon alle anderen schwärmen – einfach mal über’s Wochenende raus, in eine europäische Stadt, die man noch nicht kennt. Die Kollegin aus der Buchhaltung war letztens in Rom, die Nachbarn fliegen demnächst für drei Tage nach Venedig, und jetzt soll es für Sie und Ihre Liebste Dublin sein…


Szenario I

Der Flug ab Düsseldorf war billig (19,- EUR plus Steuern pro Person und Strecke) – allerdings nur der mit den blöden Flugzeiten: 20:50 Uhr hin, Ankunft in Dublin 21:40 Uhr (da kann man an dem Freitag eigentlich sogar noch arbeiten gehen…) Dafür geht’s zurück am Sonntag früh um 07:10 Uhr. Aber die angenehmeren Flugzeiten hätten pro Person und Strecke schon 45,- EUR plus Steuern gekostet; das wären bei zwei Leuten 104,- EUR mehr gewesen. Sie meinen, das muss nicht sein für ein Wochenende. Als Sie ankommen, ist es also Freitagabend, es ist dunkel, es regnet, und Sie nehmen ein Taxi zum gebuchten Hotel, das sich laut Beschreibung im Internet in bester Citylage befinden sollte. Doch statt sich der Innenstadt zu nähern, fährt das Taxi immer weiter hinaus in öde Vororte, während Sie voll banger Ahnungen auf den kletternden Tacho starren. Oh nein, 35 Euro, und außerdem ist schon fast Mitternacht! Das Hotelgebäude hat ungefähr soviel Charme wie das Sozialamt zuhause. Doch es gibt ein Bett, todmüde fallen Sie hinein, jetzt noch etwas zu unternehmen lohnt sich sowieso nicht mehr.

Das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen ist gut, Sie sind voller Tatendrang – die ersten Sätze auf Englisch werden gewagt: Wie komme ich in die Innenstadt? – Was sollte ich mir angucken? Dieses Mal nehmen Sie den Bus/Dart/Luas (noch nie gehört? Manche Hotels haben solche Infos tatsächlich, aber es ist nicht die Mehrheit), der leider nicht direkt an der Ecke hält. Es ist fast schon Mittagszeit (nach dem späten Frühstück) und von der viel gerühmten Grafton Street sind Sie doch ein wenig enttäuscht: Jedes 5. Geschäft ist entweder ein Fastfood-Restaurant oder ein Handy-Laden, nicht anders als in Oberhausen oder Gelsenkirchen…Was ist denn mit dem typisch irischen Flair? Aber es ist ja erst der erste Tag. Stimmt nicht ganz: es ist schon der zweite: Samstag. Dass es am Sonntag frühmorgens um 7 schon aus Dublin zurückgeht, könnte man schon jetzt schmerzhaft bemerken. Oder war es doch richtig, dass man sich die 26 EUR p.P. mehr für den späten Rückflug gespart hat? Am Sonntag ist ja eh alles zu… . Schade, weil falsch. In Dublin wäre am Sonntag fast alles auf gewesen – aber woher soll man das denn alles wissen können?

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Zurück zur Grafton Street – und unserer Shopping-Tour: im Kaufhaus wird man (Gott sei dank) schon etwas fündig. Aber teuer ist das schon – ganz sicher teurer als bei uns. Wo findet man jetzt auf die Schnelle die besonderen Rock- oder Folk-CDs, die man angeblich hier so gut kaufen kann? Oder ausgefallenen Schmuck mit keltischen Ornamenten? Der Eindruck bleibt, die Grafton Street kann doch nicht das ganze Einkaufserlebnis gewesen sein. Sie hatten sich so darauf gefreut, gemütlich durch die romantische Altstadt zu schlendern, in original-irischer uriger Atmosphäre zu schwelgen. Und stattdessen? Kaufrausch im Kaufhaus, wie gehabt. Wen aber fragen? Selbst wer an dieser Stelle jetzt das nette, in einer alten Methodistenkirche untergebrachte Touristen-Infocentre gefunden hat, nur 100 Meter von der Grafton Street weg, hat nicht unbedingt den Volltreffer gelandet: gute Produkte, nettes Cafe, viel Papier zum Mitnehmen, man kann auch vieles direkt buchen, aber richtig individuell beraten werden Sie hier eher nicht, dafür sind die einzelnen Schlangen meist zu lang.

Wenn jetzt der Weg zum Hotel nur nicht so weit und kompliziert wäre, dann würde man glatt mal auf ’ne kleine Pause zurück – wenigstens, um die Einkaufstüten loszuwerden. Die Arme werden immer länger; also mache Sie sich doch auf Richtung Vorort. Mist – da hat man doch glatt vergessen, sich den Namen der Umsteige-Haltestelle des ersten Busses zu merken. Das ist aber blöd – ob man die Ecke wiedererkennt?

Mittlerweile ist es Nachmittag, und Sie finden den Weg tatsächlich zurück. Es kostet Sie wenig Geld, aber gut 1 Stunde. Und jetzt erst sehen Sie das Hotel so ganz richtig vor sich – wird bei Tageslicht auch nicht schöner! 08/15- Zementkasten halt. Und für 60 Euro B&B pro Person gab es nichts Günstigeres…zumindest haben Sie im Internet damals nichts gefunden. Die Lage ist wohl wenig attraktiv, um es mit typisch britischem Understatement zu sagen. So wenig, dass man eigentlich sofort wieder in die Innenstadt will. Hier in der Gegend gibt’s kein gemütliches Pub, wo die Leute abends Live-Musik machen und man mitfeiern kann. Außerdem wollten Sie ja noch ein bisschen von der Stadt sehen, und auch der leere Magen bringt sich jetzt unangenehm in Erinnerung. Wenn Sie sich nicht mit Restaurant und Bar im Hotel begnügen wollen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als erneut diese umständliche Fahrt auf sich zu nehmen.

Und jetzt entscheidet es sich, was von dem Dublin Trip am Ende hängen bleiben wird… Es ist schon fast dunkel, da reicht die Zeit vielleicht noch so grade für ein Museum im Schnelldurchgang. Jetzt aber erstmal irgendwo was essen! Aber wo – hier heißt der Döner zwar Kebab, schmeckt aber auf der O’Connell Street auch nicht anders als am Duisburger Hauptbahnhof, und nach Hamburgern steht Ihnen der Sinn sowie so nicht. Wie hieß das berühmte Kneipenviertel noch mal? Richtig – Temple Bar; da werden Sie sicher fündig. Na ja, wirklich originell sind die Italiener und Chinesen hier auch nicht unbedingt, aber wenigstens werden Sie satt. Und das Pub an der nächsten Ecke sieht von außen auch sehr urig aus, man hört Fiedeln und Flöten und Stimmengewirr – also nix wie rein! Drinnen ist es pickepacke voll; Sie ergattern das letzte freie Plätzchen. Schade nur, dass am Nachbartisch gefühlte zwei Dutzend sturztrunkene Engländer den Junggesellenabschied ihres Kumpels feiern. So kriegen sie von der Musik kaum was mit – und dabei ist die Japanerin an der Geige richtig gut! Das ältere Ehepaar aus Australien, mit dem Sie sich trotz der mittlerweile laut singenden britischen Tischnachbarn dann doch unterhalten können, ist sehr nett. Und der polnische Kellner spricht sogar ein paar Brocken Deutsch. Nur schade, dass das Bier so unverschämt teuer war – und dass man leider keinen einzigen Iren kennen gelernt hat…

Aber wahrscheinlich machen Sie ja ohnehin nicht wirklich die Sause, wo das Hotel doch so weit weg ist – und der Flieger um 7 Uhr morgens zurückgeht. Haben Sie schon überlegt, was das heißt? Spätestens um 06:00 Uhr dort sein, mit „Sicherheitsabstand“ besser um 05:30 Uhr, Taxi (da wird ja wohl kein Verkehr sein) ab Hotel um 5 Uhr bestellen. Aufstehen, mit Zusammenpacken, also um 4 oder 4,30h – da ist jeder anders. Frühstück? Fehlanzeige – so früh gibt’s auch im Hotelrestaurant nichts, und am Flughafen reicht die Zeit nicht mehr. Mit etwas Glück bringt der Nachtportier wenigstens Cornflakes oder Toast und Kaffee auf’s Zimmer – aber das wissen Sie nicht, und am Empfang hat Ihnen das niemand gesagt.

Sonntag, eigentlich der dritte Tag: Rückflug, alles paletti, alles rechtzeitig, wenn auch unausgeschlafen – Sie sitzen im Flieger, gehen im Geiste Ihre paar Neuerwerbungen durch, vielleicht lassen Sie jetzt auch schon mal die Vorform einer ersten, leicht kritischen Rückfrage zu: Inwiefern war jetzt Dublin anders? Oder mindestens so spannend oder gut wie all die anderen Orte, wo Sie im Rahmen des Billigflug-Kreuzzuges schon waren: Barcelona, Prag, London, … Irgendwann mal wiederkommen? Na ja, kann schon sein. Muß aber nicht wirklich… war ja auch nur einen ganzen Tag netto wirklich da...

 

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Szenario II

Sie haben sich vorher ein wenig schlau gemacht, deshalb ist alles ein bisschen anders:
Sie haben pro Person 52,- EUR mehr investiert und dafür die Tagesrandflüge bekommen. Deshalb kommen Sie am Freitag schon um 11:40 Uhr aus Düsseldorf an – und damit liegt der Tag noch vor Ihnen! Sie haben eine Karte, auf der ihr Hotel eingezeichnet ist – in tatsächlicher Citylage. Deswegen kommen Sie leicht hin: Flughafen – Heuston: mit Dublin Bus 5 Euro, dann Luas, das ist nämlich die neue Dubliner Stadtbahn, Haltestelle direkt gegenüber vom Hotel, Abfahrt alle 10 Min. Das Dreitagesticket für den ÖPNV kostet nicht die Welt. Ganz flott sind Sie an Ihrem sympathisch-plüschigen Stadthotel, das Sightseeing hat schon auf dem Weg begonnen (der Ausblick vom oberen Busdeck war super!), trotz des Regens haben Sie schon einen guten ersten Eindruck von der Stadt und sind voller Vorfreude.

Sie bringen Ihre Sachen auf das gemütliche Zimmer, unterhalten sich ein wenig mit dem Portier und ziehen los, um erstmal die Stadt zu erkunden, deren Sehenswürdigkeiten auf Ihrer Karte eingezeichnet und auch auf Deutsch beschrieben sind. Zum Mittagessen kehren Sie ein in ein gemütliches, kleines Restaurant, das gut besucht, aber nicht überlaufen wirkt. Vielleicht traut sich ja einer von Ihnen auszuprobieren, ob Irish Stew zu Recht so berühmt ist. Sie wandern durch die belebten Gassen, mehr gezogen als getrieben von der fortwährenden Neugier auf das, was sich hinter der nächsten, viel versprechenden Ecke verbirgt – und werden nicht enttäuscht. Dublin ist wunderschön, man muss nur an der richtigen Stelle suchen.

Sie besichtigen noch das Geburthaus von James Joyce und gehen dann erstmal kurz ins Hotel zurück, um sich für den Abend frisch zu machen. Sie suchen einen Stadtteil auf, wo auch ohne riesige Touristenhorden noch richtig viel los ist und finden Ihr neues Lieblingspub – keine englischen Junggesellen, keine japanischen Geigerinnen, dafür jede Menge ganz normale junge und ältere Dubliner, mit denen Sie schnell ins Gespräch kommen.

Am Samstag ziehen Sie früh los und haben genug Zeit, Dublin für sich zu erkunden – mit dem entsprechenden Reiseführer und Kartenmaterial versehen, entgeht Ihnen nichts. Vielleicht probieren Sie auch einen der vielen Hop-on-Hop-off-Busse aus, mit denen man die ganze Stadt sieht und an wirklich jeder Sehenswürdigkeit aus- und wieder zusteigen kann, wie man mag. Sie essen gemütlich und gar nicht so teuer zu Abend und beschließen diesen mit einem Besuch in Ihrer neu erkorenen Stammkneipe, wo Sie schon freudig von einigen neuen, alten Bekannten begrüßt werden. Nach der einen oder anderen Runde Guinness erfahren Sie, wo an diesem Abend auch noch musikalisch richtig was los ist. Die Stimmung dort ist wirklich klasse, vor allem für Leute, die Folkmusik mögen. Es wird fast so etwas wie eine kleine Abschiedsfeier.

Aber am Sonntag haben Sie ja auch noch Zeit. Schließlich geht Ihr Flieger erst um 17:20 Uhr. Also erst mal ausschlafen und dann zum Shoppen! Sie sind informiert, dass viele Geschäfte auch sonntags geöffnet haben, und Sie wissen auch schon, welcher Stadtteil sich besonders gut zum Stöbern nach interessanten Mitbringseln eignet. Außerdem gibt es hier sonntags diesen großen Floh- und Antiquitätenmarkt, da werden Sie bestimmt fündig. Ein richtig gemütlicher Bummel wird das, bis Sie schweren Herzens mit Ihren Neuerwerbungen wieder das Hotel aufsuchen und packen müssen.

Geschafft, aber glücklich sitzen Sie im Flieger zurück und schwelgen in Erinnerungen. Was war das Besondere an dieser Stadt, dieser Reise? So vieles haben Sie entdeckt, aber noch so viel mehr gibt es zu sehen und wichtig: zu hören. Auch die Freundlichkeit und Offenheit der Leute hat es Ihnen angetan, und Sie freuen sich schon darauf, bald wiederzukommen – beim nächsten Mal mit noch viel mehr Zeit – das schwören Sie sich jetzt. Und Recht haben Sie auch noch.